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Zuschriften: 22. - 31. März 2007

Prioritäten setzen

Viele Zuschriften sind uns direkt oder als Kommentare zu Material-Bestellungen zugegangen. Wir zitieren hier auszugsweise ohne Namensnennung.

Die Namen und Adressen der Absender liegen der Redaktion vor.

"Rückenwind bekamen wir da von der Schulleitung und einem Großteil der Lehrerschaft. Hätten wir diesen Rückhalt nicht erhalten, hätten wir trotzdem weitergesammelt, auch auf Gefahr, einen Verweis zu bekommen. Man muss irgendwo Prioritäten setzen, und diese Aktion hat für uns eindeutig Priorität."



22. März 2007, Siegen
... hier ... hat sich eine NPD-Ortgruppe gegründet und seitdem finden sich an den meisten Straßenlaternen und Litfaßsäulen NPD-Aufkleber ... Ich wohne hier in einem sehr international geprägten Studentenwohnheim und bin bei meinen Diskussionen auf großes Interesse mit Eurer Aktion gestoßen. Macht weiter so!
22. März 2007, Berlin
Eine größere Veranstaltung in der  FHTW in Karlshorst war geplant ... und man konnte mit vielen Teilnehmern rechnen. Es war auch so. In den Hörsaal mussten noch zusätzlich Stühle gebracht werden. Das hatte ich geahnt und mir einen Ordner mit Unterschriftslisten mitgenommen. Ich wollte mich am Eingang hinstellen und die Ankommenden über unser Vorhaben informieren... nahm den Ordner aus der Tasche, klappte ihn so auf, dass die Unterschriftsseite rechts lag und auf der linken Seite das Deckblatt gut zu sehen war. Mit der Frage: "Wer will noch unterschreiben?" drehte ich mich einmal um, gab den Ordner hin und er machte die Runde. Ich habe nur öfter mal nachgesehen, wo er ist. Eine Frau heftete ihre mitgebrachte volle Seite ein ... Am Ende suchte ich den Ordner. Man hatte ihn bis nach vorn gebracht. 14 Seiten waren gefüllt und ich habe mich gefreut!!!
22. März 2007, Witten
Ich und einige anderen Antifaschisten aus meiner Umgebung wollen speziell in unserer Stadt auf das Problem NPD aufmerksam machen.
22. März 2007, Jever
Ich werde das Material mit Freunden von mir in der Stadt verteilen ... privater Widerstand, keine Organisation!
22. März 2007, Herdecke
Ich möchte auch in meiner kleinen Stadt , die sehr stark von der Dortmunder Neonazi-Szene geprägt ist, etwas tun ... und ich hoffe, ich kann dies erreichen, indem ich die Aussage nonpd für alle zugänglich mache ...
22. März 2007, Rockendorf
Ich finde diese Seite sehr gut und werde Euch, so gut es geht, weiterhin unterstützen ...
23. März 2007, Berlin
... aus unserer Sicht hat eure "nonpd "-Kampagne nicht nur das Potenzial, die gesteckten Ziele zu erreichen, sondern darüber hinaus auch für eine gesellschaftliche Debatte über neofaschistische Tendenzen in der Bundesrepublik zu sorgen. Damit eine solche Debatte stattfindet, ist es natürlich notwendig, dass so viel Menschen wie möglich in die Situation kommen, in der sie sich zur NPD im Speziellen und zum Faschismus allgemein positionieren müssen. Genau dafür sorgt eure "nonpd"-Kampagne. Wir alle haben bereits begonnen, Unterschriften für die Kampagne zu sammeln, dabei ist bei uns der Wunsch entstanden, ein Bündnis zur Bündlung unserer Kräfte in Berlin zu bilden. Aus diesem Grund würden wir euch bitten, zu einem solchen einzuladen.
23. März 2007, Lüdinghausen
Ich werde die Plakate und Aufkleber verteilen, an sehr viele Leute, die sie auch weitergeben werden.
23. März 2007, Neustadt Orla
Super Aktion und genau das richtige Material für Kleinstädte, wo noch viel zu wenig auf das Thema eingegangen wird. Einzelkämpfer aus Neustadt Orla.
23. März 2007, Schmidgaden
... Ich habe letztens erst etwas bestellt wegen dem von der NPD geplanten Sommerfest ... Da ist das Problem mit dem Grundstück, wo die ihr Fest veranstalten und vielleicht eine Halle bauen möchten. So etwas kann man einfach nicht zulassen. Die Aufkleber und Poster ... habe ich in der Schule verteilt, und die sind weggegangen wie warme Semmeln.
23. März 2007 , Schmidgaden
Nach Schmidgaden wollen NPD-Anhänger, wir wollen das verhindern!
23. März 2007, Eichenzell
... habe vor kurzem von dieser Aktion gehört. Finde es super und denke, da sollte man aktiv werden! ...
24. März 2007, Nabburg
... in der Nähe von Schmidgaden soll im Sommer 2007 ein NPD-Treffen veranstaltet werden. Die bestellten Materialien sollen schnell verteilt werden ...
24. März 2007, Essen
Ich würde mich sehr über die Sticker und Plakate freuen, da ich solche Aktionen gegen die NPD unterstützen möchte ...
24. März 2007, Waltrop
... die NPD-Aktivitäten sind mehr geworden, bei uns hier, und so etwas darf nicht sein! ...
24. März 2007, Kaiserslautern
... ich verabscheue Rassismus jeder Art und versuche die Aktion nonpd möglichst zu unterstützen ...
25. März 2007, Rostock
... Diese Aktion ist bei der überwiegenden Mehrheit der Lehrer und vielen Schülern auf großes Interesse und Zustimmung gestoßen, sodass wir die Aktion "nonpd - NPD-Verbot jetzt" in unserer Stadt mit Hilfe einiger Lehrer und Mitschüler weiter bekannt machen wollen ...
25. März 2007, Much
Ich muss erstmal mein eigenes Kaff von den ... Nazis befreien, habe gedacht, Aufkleber und Plakate reichen fürs erste.
25. März 2007, Dietramszell
Man muss ... rechtem Gedankengut und vor allem dem bedauernswerten Wahlerfolg der NPD in einem Nachbardorf Widerstand leisten. Deshalb: Danke für Ihre Initiative, gerade hier kann man sie besonders gebrauchen.
25. März 2007, Witten
Super Sache. Wir sorgen in Witten für den nötigen Support.
26. März 2007, Musberg
Gute Aktion, unsere Unterstützung habt Ihr! Weiter so!
27. März 2007, Witten
Versuche mit Freunden in unserem Viertel Propaganda für diese Aktion zu machen.
27. März 2007, St. Ingbert
... Nazis raus! Auch das Saarland macht mit, um die Geschichte nicht zu wiederholen ...
27. März 2007, Bremen
... Da wir ... sehr viel mit der Band unterwegs sind, ist dies eine optimale Situation Unterschriften zu sammeln ... Innerhalb von zwei Wochen bekamen wir auf unseren Konzerten in Hannover, Bremen, Emden und Wilhelmshaven 489 Unterschriften zusammen. Kommentare wie: "Nichts lieber als das", "ich unterschreibe mit ganzem Herzen", "das ist die coolste Aktion seit langem" bestätigten uns in unserem Tun und verdeutlichten, was wir schon längst wussten: Die nonpd-Aktion und das NPD-Verbot sind mehr als überfällig ... Als die Mitglieder der VVN, welche übrigens alle unsere Großeltern sein könnten, unsere Ausbeute sahen, ... bedankten sie sich ... für unsere Engagement. Doch eigentlich sind es wir, die sich bei diesen Menschen bedanken müssen. Den Menschen, die noch immer aktiv gegen Faschismus kämpfen und dies vor allem nicht für sich, sondern für uns tun. Für die Generation ihrer Töchter und Söhne und die Generation ihrer Enkelinnen und Enkel. Diese Menschen tun dies so leidenschaftlich, weil sie live miterlebt haben, wie damals alles begann und was der Faschismus anrichtete und was er heute noch anrichtet. Diese Menschen sollten uns ein Vorbild dafür sein, dass es nicht ausreicht, einfach nur dagegen zu sein, sondern dass man aktiv werden muss, um wirklich etwas zu bewegen. Dies ist auch gar nicht so schwer ... Geht einfach zum Büro der VVN oder sucht eine andere Möglichkeit, wo ihr die Unterschriftenzettel bekommt. Nehmt diese Zettel mit zu euren Freunden, in die Schule, in euren Verein, zur Arbeit, auf den Skateplatz, auf Konzerte oder in die Straßenbahn. Es ist auch nicht wichtig, dass jeder Mensch, den ihr ansprecht, unterschreibt. Manchmal ist es wichtiger einfach zum Nachdenken anzuregen, denn dann unterschreibt er vielleicht das nächste Mal. Außerdem sollen so viele Menschen wie möglich über die Aktion Bescheid wissen, also nutzt eure persönlichen Möglichkeiten und macht die Aktion publik. Wir werden dies weiterhin auf unseren Konzerten tun, denn wir wollen uns später nicht vor unseren Kindern rechtfertigen müssen, warum die Nazis ein halbes Jahrhundert nach dem Holocaust vom Staat unterstützt werden oder gar wieder in den Bundestag einziehen konnten, nur weil wir es versäumt haben zu handeln und bloß zugeschaut haben ...
29. März 2007, Essen
... Wir müssen was gegen die Nazis unternehmen, das ist klar ... ich komme aus Essen und möchte vorschlagen, dass man eine Stand Demo in Düsseldorf macht oder an einem sehr zentralen Punkt, wo so viele Menschen, wie es geht, erreicht ... und überzeugt werden können ...
29. März 2007
... Ich weiß, dass 1500 [Aufkleber] eine Menge sind. Aber ich erhielt vor kurzem 100 Aufkleber von einem Freund und habe sie in meiner Klasse verteilt. Diese waren extremst schnell vergriffen (und dies nicht aus Gründen der Belustigung oder um irgendetwas zu beschmutzen), und da habe ich mir gedacht, dass die Aufkleber auch an der ganzen Schule einen recht hohen Beliebtheitsgrad genießen werden. Natürlich würde ich mich auch mit weniger Aufklebern zufrieden geben, nur ich wollte mit dieser großen Bestellung erreichen, dass wirklich jeder auf meiner Schule und natürlich auch aus meinem Freundeskreis sieht, was Ihr leistet und Euch natürlich auch unterstützt.
30. März 2007, Rostock
Hallo, liebe No-npdlerinnen und No-npdler, wollte nur mal fix Hallo sagen und zum Ausdruck bringen, dass ich Eure Aktion sehr befürworte. Wir selbst, sprich ein Kumpel und ich, haben auch schon massig Unterschriften gesammelt (um die 200), werden aber noch weiter sammeln und einsenden, wenn wir die 500 geknackt haben. Weiterhin haben wir einiges an Flyern verteilt und ebenso auch Plakate. Selbst an unserer Schule wurde es uns gestattet Unterschriften zu sammeln. Rückenwind bekamen wir da von der Schulleitung und einem Großteil der Lehrerschaft. Hätten wir diesen Rückhalt nicht erhalten, hätten wir trotzdem weitergesammelt, auch auf Gefahr, einen Verweis zu bekommen. Man muss irgendwo Prioritäten setzen, und diese Aktion hat für uns eindeutig Priorität. Zur Schulkulturwoche, um diese Aktion den Lehrern respektive Schülern vorzustellen, erdachte ich mir für unsere Gruppe (Wir hatten Müllfest und sollten uns mit dem Thema Müll auseinander setzen - Ich wählte politischen Müll.) eine kleine satirische Szene, die da heißt "Heil Hitler - zum Kotzen" und dementsprechend war auch jene aufgebaut. Wir stellten die Szene der Schule auf genanntem Schul(Müll)fest in unserer Aula vor und konnten so einige weitere Unterschriften sammeln ... Es ist traurig und macht mich persönlich sehr wütend, dass die NPD bei uns in Mecklenburg-Vorpommern so viele Stimmen bekommen hat. Dennoch ist es keine Lösung, mit Gewalt gegen sie vor zu gehen. Es muss andere Wege geben und die gibt es auch - siehe NPD-Verbotsverfahren. Meines Erachtens allerdings reicht ein einfaches Verbot nicht aus. Darüber hinaus sollte ein Aufklärungsprozess gestartet werden seitens des Staates vor allen in den Schulen, denn da ist leider das braune Gedankengut schon weit verbreitet ...
März 2007, ravensbrückblätter, Hrsg. Lagergemeinschaft Ravensbrück/Freundeskreis e.V., Heft 130
... Die Entwicklung in unserem Land erfüllt uns mit großer Sorge ... Ein wichtiger Schritt ... ist das überfällige Verbot der NPD und der neofaschistischen Gemeinschaften ... Wir unterstützen die Initiative der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten ... NPD-Verbot jetzt ...
März 2007, Springe
... Wir möchten uns sehr herzlich bei Ihnen bedanken, dass Sie so etwas Tolles gegründet haben ... etwas gegen die NPD zu tun. Als wir eines Tages auf der Aufkleberwand unserer Schultoilette von Ihrer Aktion bemerkten, war die Freude groß. Sofort auf die Internet-Seite, um vorerst nur Aufkleber zu bestellen und für Familie und Freunde ein paar Unterschriftenlisten. Als wir merkten, was für Erfolg wir mit dem Unterschriftensammeln hatten, wurden wir sehr optimistisch ... Nachdem wir dann in zwölf Klassen 250 Unterschriften gesammelt hatten, ... ging es auf einen für uns sehr wichtigen Tag zu: den 21. März 2007, die Schülerdemo gegen Rassismus in Hannover. Da unsere Gruppe ... an der Planung teilnahm, war es nicht schwierig einen Redebeitrag anzumelden ... Das Thema, das uns in den letzten Wochen so bewegt hat: NO NPD. Also wurde ein ca. fünfminütiger Redebeitrag geschrieben und wie wir fanden, kam er ... sehr gut an. 440 Unterschriften sind gesammelt. Leider haben wir noch viele Listen, die halbvoll sind, aber auch die werden vervollständigt und dann gibt es noch mal einen dicken Umschlag voll ... Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! ...
Eine Kampagne der VVN-BdA
© Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten