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10.4.2007

Gerhard Herbst zum NPD-Verbot

Der Vorsitzende des Landesbezirks Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar der Gewerkschaft NGG, Gerhard Herbst, fordert ein Verbot der NPD als Konsequenz aus der Geschichte und verweist auf den gewerkschaftlichen Widerstand gegen das Hitler-Regime.

Am 10. April 2007 schrieb er der VVN-BdA:


"Alle faschistischen und nazistischen Organisationen sind verboten, so will es seit bald sechzig Jahren das Grundgesetz. Damit muss endlich Ernst gemacht werden.

Es ist einer modernen Demokratie unwürdig, rassistische und menschenverachtende Propaganda ungestraft zu dulden, Hetze gegen ausländische Mitbürger/innen zu tolerieren und Aufmärsche von Rechtsextremisten ohne Gegenwehr hinzunehmen.

Zahlreiche Gewerkschafter/innen leisteten Widerstand gegen das Hitler-Regime. Viele haben im Kampf ihr Leben eingesetzt und verloren. Wir müssen aus dieser grausamen Geschichte lernen und Konsequenzen ziehen. Die Forderung »NPD-Verbot jetzt!« ist ein richtiges und wichtiges Signal für größeres Engagement gegen Rechts und für mehr Zivilcourage bei der Verteidigung unserer Demokratie.

Selbstverständlich muss gerade die jüngere Generation stärker und kontinuierlicher als bisher über die Verbrechen der Nazis von 1918 bis 1945, aber auch über die Erfahrungen und Lehren der Widerstandskämpfer/innen aufgeklärt werden. Wir legen deshalb großen Wert auf authentische Zeitzeugenberichte in Schulen sowie anderen Bildungseinrichtungen.

Unter diesem Blickwinkel veranstaltet die »Junge NGG« einmal jährlich ein Seminar für junge Beschäftigte und Auszubildende in einer Gedenkstätte des nazistischen Terrors und des antifaschistischen Widerstands; 2006 in Osthofen, im Sommer dieses Jahres in Buchenwald bei Weimar."

Eine Kampagne der VVN-BdA
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