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30.7.2007

100 000 haben sich für ein Verbot der NPD ausgesprochen

Neues Ziel bis November anvisiert. Bundesweiter Aktionstag am 1. September

Unterschriften von 100 000 Bundesbürgern hat die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) im Rahmen ihrer Kampagne "NPD-Verbot jetzt!" gesammelt. In einem Schreiben wenden sich die Unterzeichner an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages und fordern die Aufnahme eines neuen Verfahrens zum Verbot der NPD.

Das Ziel - ursprünglich für den 9. November 2007 anvisiert - konnte auf Grund der großen Resonanz und breiten Unterstützung bereits nach sechs Monaten erreicht werden. Ein weiterer positiver Aspekt: Es ist gelungen, alle Kräfte im Land zusammenzuführen und zu bündeln, die für ein neues Verbotsverfahren eintreten. Beteiligt haben sich neben den VVN-BdA-Kreisvereinigungen u. a. Mitglieder aller Parteien, der DGB, die Gewerkschaft Nahrung, Gaststätten und Genuss (NGG), ver.di, IG Metall sowie die Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft (GEW), Mitglieder aus katholischen und evangelischen Kirchengemeinden, Ausländerbeiräte und Initiativen gegen Rechts, Jugendorganisationen wie die Falken, solid und die SDAJ sowie zahlreiche Einzelpersonen.

Der große Erfolg hat die Initiatoren und Macher zu neuen Zielen angespornt. Bis zum 9. November sollen nun 150 000 Unterschriften gesammelt werden. Mit einem bundesweiten Aktionstag am 1. September unter dem Motto "100 mal nonpd" wird die letzte Kampagnenrunde eingeleitet. An rund 100 Orten werden Unterschriftensammlungen und Veranstaltungen zum Thema stattfinden

Zu einer zentralen Drehscheibe für die Kampagnen-Aktivitäten hat sich die Homepage www.npd-verbot-jetzt.de entwickelt. Sie weist nicht nur den aktuellen Stand der Unterschriftenaktion aus, sie kann auch für Unterschriften, Materialbestellungen oder interessante Hintergrundinformationen genutzt werden. Seit kurzem ist auf ihr der Brief an die Bundestagsabgeordneten in acht Sprachen (englisch, französisch, spanisch, italienisch, türkisch, russisch, griechisch und polnisch) herunterladbar.

Zu den zahlreichen prominenten Unterzeichnern sind weitere hinzugekommen, u.a. IG Metall-Vorsitzender Jürgen Peters, der Schauspieler und Autor Ilja Richter, der Schauspieler Erwin Geschonneck, der Schriftsteller Günter Görlich und der Maler Walter Womacka.

Eine Kampagne der VVN-BdA
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