

Bund der Antifaschisten für NPD-Verbotsverfahren
Berlin - Mit einer bundesweiten Kampagne wollen Holocaust-Überlebende ein NPD-Verbot erreichen. Druck auf den Bundestag solle zu einem neuen Anlauf zum Verbot der rechtsextremistischen Partei führen, teilte die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) am Donnerstag in Berlin mit. "Bis zum 9. November wollen wir 100 000 Unterschriften sammeln", sagte der Vorsitzende Werner Pfenning.
Erstunterzeichner sind die Schauspieler Hannelore Elsner und Peter Sodann sowie der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller. Der Überlebende des Konzentrationslagers Theresienstadt, Ernst Grube, sagte: "Ich sehe als Parallele zu damals, dass der Staat die Anfänge nicht entschieden genug bekämpft und die Gefahr verharmlost."
Zunächst müssten die V-Leute aus der NPD abgezogen werden. Das erste Verfahren gegen die NPD war 2003 vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert, weil zahlreiche Führungsmitglieder der Partei für den Verfassungsschutz gearbeitet haben. dpa