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16.7.2007
Krefeld:

Bündnis wird wieder gegen Neonazis aktiv

Nachdem die NPD für den 21.7.2007 erneut eine Demonstration in Krefeld anmeldete, hat sich das Bündnis "Krefelder für Toleranz und Demokratie" wieder formiert, um wie schon im Februar 2007 Widerstand gegen den Neonazi Aufmarsch zu organisieren.

Dieses Bündnis wird getragen von demokratischen, gesellschaftlich relevanten Gruppen in Krefeld, von Parteien, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, unabhängigen Demokraten und Antifaschisten bis hin zu Konservativen. Am 19.6.2007 haben alle Fraktionen des Stadtrates den vom Bündnis initiierten Aufruf gegen die NPD Demonstration einstimmig unterstützt.

Trotz der vom Bündnis aufgezeigten Sicherheitsrisiken für die Stadt konnten sich die Verantwortlichen bisher nicht dazu durchringen, den Aufmarsch der Neonazis zu verbieten. Deshalb wird es am Samstag, den 21.7.2007 eine Gegendemonstration geben, um den Rechtsextremen nicht die Hoheit über die Krefelder Straßen und Plätze zu überlassen. "Das Kalkül der NPD, in der Ferienzeit werde die Gegenwehr der Krefelder Bevölkerung gering ausfallen, wird nicht aufgehen" sind sich die Initiatoren vom Bündnis sicher. Im Februar standen den 155 NPD Demonstranten mehr als 3500 Gegendemonstranten gegenüber.

Die Gegendemonstration starte:t

am 21.7.2006 um 11:00 Uhr

vor dem Rathaus (Von-der-Leyen-Platz)


Von dort aus zieht der Demonstrationszug über die

  • Carl-Wilhelm-Str.,
  • Friedrichstr.,
  • St.Anton-Str.,
  • Breitestr.,
  • Südwall,
  • Neusser Str.,
  • Hansastr.(rechts),
  • Gladbacher Str.,
  • Deutscher Ring (links),
  • Kölner Str.,
  • Virchowstr.
  • zum Platz der Wiedervereinigung.

Dort findet die Abschlusskundgebung vor der Fabrik Heeder statt.

Mit Plakaten und Flugblättern ruft das Bündnis zur Gegendemonstration auf und hofft, dass diese Informationen flächendeckend in Krefelder Geschäften und Einrichtung verteilt werden.

Interessierte können das Material im "Eine Welt Laden" auf dem Westwall 62 (Mo-Fr. 9:30-18:30 Uhr, Sa. 10:00-14:00 Uhr), in den Fraktionsbüros im Rathaus und im Rathausfoyer abholen.

Aktuelle Informationen finden sich auch im Internet unter www.krefeld-ohne-nazis.de, Kontakt: infokrefeld-ohne-nazis.de.

Zur Vorbereitungen der Gegendemonstration trifft sich das Bündnis wieder am Donnerstag, den 5.7.2007 um 19:00 Uhr in der Bürgerinitiative Rund um St. Josef, Krefeld, Corneliusstr. 43. "Die Zahl der teilnehmenden Gruppen und Personen nimmt dabei von Mal zu Mal zu" freuen sich die Initiatoren vom Bündnis.

für das Bündnis "Krefelder für Toleranz und Demokratie
Ulrich Knur



Der Aufruf im Wortlaut:

Erneute NPD-Demonstration in Krefeld verhindern!

Krefelder wollen keine NPD-Aufmärsche. Das haben 3500 friedliche Gegendemonstranten am 13. Februar 2007 eindrucksvoll bewiesen, als sie dem Aufruf des Bündnisses "Krefelder für Toleranz und Demokratie " folgten. Dem standen auf Seiten der NPD gerade einmal 155 Demonstranten entgegen, deren Weg von der Polizei mit mehreren Hundertschaften gebahnt wurde.

Die klare Ablehnung der Krefelderinnen und Krefelder hindert die NPD nicht daran, uns und unsere Stadt erneut mit einem Marsch provozieren zu wollen. Für den 21. Juli 2007 wurde eine Demonstration durch die Innenstadt angemeldet.

Bereits unmittelbar nach der Demonstration am 13. Februar 2007 drohte die NPD: Wir kommen wieder. Das zeigt, dass es der NPD nicht um die Wahrnehmung demokratischer Rechte geht, sondern vielmehr darum, Krefeld erneut in einen "Ausnahmezustand" zu versetzen.

Eine NPD-Demonstration in der Innenstadt, zumal an einem Samstag zur verkaufsstärksten Zeit, bringt erhebliche Einschränkungen für Passanten und Geschäftsleute mit sich. Diese Provokation wollen wir verhindern, und wir haben bereits eine Gegendemonstration angemeldet, um unser Recht auf demokratische Gegenwehr wahrzunehmen. Wir, gemeint ist das breite Bündnis "Krefelder für Toleranz und Demokratie", getragen von demokratischen, gesellschaftlich relevanten Gruppen in Krefeld, von Parteien, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, unabhängigen Demokraten und Antifaschisten bis hin zu Konservativen.

Eine derartige Situation in der Stadt wird die Polizei vor ein erhebliches Sicherheitsproblem stellen, dem abermals mit unverhältnismäßigem Aufwand begegnet werden muss.

Wir fordern deshalb die Verantwortlichen auf, eine NPD-Demonstration in der Innenstadt am 21. Juli 2007 zu untersagen.

Außerdem ruft das Bündnis "Krefelder für Toleranz und Demokratie" am gleichen Tag zu einer erneuten Gegendemonstration auf.

Wir Krefelderinnen und Krefelder werden uns dann wieder laut, bunt und kreativ den Neonazis gewaltfrei und friedlich in den Weg stellen. Wir bringen damit zum Ausdruck, dass wir es nicht dulden, dass Straßen und Plätze unserer Stadt zur Bühne rechtsradikaler Aufmärsche werden.

Daher unser konkreter Appell an alle Krefelderinnen und Krefelder:

Unterstützen Sie die Forderung nach dem Verbot einer NPD-Demonstration am 21. Juli 2007 in der Krefelder Innenstadt und

Kommen Sie zur Gegendemonstration und Kundgebung am 21.Juli 2007 um 11:00 Uhr.

Bündnis "Krefelder für Toleranz und Demokratie"



Auftakt und Demonstration: 21. Juli 2007 11.00 Uhr Bahnhof,
Kundgebung und Abschluss: Platz der Wiedervereinigung



Erstunterzeichner:

  • AK Dritte Welt
  • Albert Koolen
  • attac-Krefeld
  • Ausländerbeirat der Stadt Krefeld
  • Beate Bischof
  • Bündnis 90/Grüne Krefeld
  • Bürgerinitiative "Rund um St. Josef e.V.",der Vorstand
  • Christoph Aretz
  • Daniel Leurs
  • DGB-Kreisvorstand Krefeld
  • DGB-Ortsverband Willich
  • DIDF-Krefeld
  • DIE LINKE. Krefeld
  • Eine-Welt-Laden Krefeld
  • Emmaus Gemeinschaft Krefeld
  • Forum der Ausländervereine Krefeld
  • Franz Bischof
  • Friedensbündnis Krefeld
  • IG BCE
  • IG Metall
  • Hayri Cakir
  • Herbert Steeg
  • Ingeborg Krämer
  • Karl-Heinz Krügel
  • Krefelder Jugendring
  • Kreisvorstand der DKP Krefeld-Linker Niederrhein
  • Peter Lommes
  • Petra Akpoyibo
  • SPD Krefeld
  • Stefan Hagemes
  • Ulrich Knur
Eine Kampagne der VVN-BdA
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