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5.5.2007
Nordrhein-Westfalen:

Konferenz antifaschistischer Initiativen und Organisationen von NRW

Auflösung aller Nazi-Organisationen!
Mit der NPD beginnen! "Neonazi-Kameradschaften" zerschlagen!
Rassismus und Revanchismus bekämpfen!



Samstag, 5. Mai 2007
in Leverkusen

1100 - 1730 Uhr

Lise-Meitner-Gymnasium, Am Stadtpark 50


Veranstalter: Koordinationsgruppe zur Vorbereitung der Konferenz, Kulturvereinigung Leverkusen e.V., Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten NRW

Kontaktadresse: VVN-BdA NRW, Gathe 55, 42107 Wuppertal,
vvn-bdanrwfreenet.de (das "@" bitte einsetzen)


Anreise: 5 Gehminuten vom Bahnhof Leverkusen: Ausgang F.-F.-Runge-Str., dann links bis zur Rathenausstr., dann rechts, an der Gaststätte "Am Stadtpark" in die gleichnamige Straße.

Rechtsextremisten und Neonazis sind unerwünscht und müssen draußen bleiben!


Spenden: Auf der Konferenz wird um eine Spende als Tagungsbeitrag gebeten.

Spenden können auch überwiesen werden auf das Konto:
VVN-BdA, Kto. Nr. 1026900100, BfG Aachen, BLZ 390 101 11, Stichwort: Landeskonferenz.



Zeitplan:

11.00 Uhr

"Rosen auf den Weg gestreut"

Wie Staat und Gesellschaft den Boden für die Existenz und das Anwachsen des Neofaschismus bereiten

Einführungsvortrag von Richard Gebhardt, Aachen
anschließend Diskussion

12.30 Uhr
Mittagspause
13.15 Uhr
Antifaschistischer "Hausbesuch"
bei Nachbar Rudi Pawelka, "Preußische Treuhand"
14.15 Uhr

Arbeit in Arbeitsgruppen:

  • Die NPD in NRW- Aufbau neuer Strukturen in NRW

    Leitung: Antifa Düren

  • Erst "Pro Köln", dann "Pro NRW" und "Pro Deutschland", später die ganze Welt?

    Die extrem rechte "Bürgerbewegung" will die "Republikaner" beerben und breitet sich in NRW aus, die Kandidatur zur Landtagswahl wird angestrebt.

    Leitung: Initiative "Kein Bock auf Pro Köln"

  • Treudeutsch - Treudoof - Treuhand
    vom Gleichklang der Rechtskräfte gegen die staatliche Integrität unserer Nachbarstaaten

    Leitung: Jörg Kronauer

  • Reinkarnationen des deutschen Militarismus
    Von der geistigen Mobilmachung für weltweite Bundeswehreinsätze

    Leitung: Ulrich Sander, Bundessprecher der VVN-BdA

17.00 Uhr
Abschlussplenum


Aufruf

zur Konferenz antifaschistischer Initiativen und Organisationen in NRW

In immer neuen Meinungsumfragen wird die Erkenntnis der Sinus-Studie von 1979 (!) erhärtet: Es gibt einen harten Kern von 13-15 % der Bevölkerung mit einer fest gefügten rechtsextremen Einstellung. In Einzelfragen ist die politische Zustimmung zu rassistischen und antisemitischen Aussagen viel größer. Dass Rassismus, Antisemitismus und demokratiefeindliche Einstellungen kein Randproblem sind, wissen wir also seit fast 30 Jahren. Trotzdem tun viele überrascht. Vor allem irritiert, dass äußerst rechte Einstellungen nicht das Wahlverhalten bestimmen. Die neofaschistischen Parteien können nur manchmal ihr Potential von bis zu 15 % ausschöpfen. Sie bleiben stigmatisiert und auf den Saum beschränkt. Äußerst rechte Einstellungen finden sich bei WählerInnen aller Parteien, in Massenorganisationen, Kirchen, selbst in den Gewerkschaften.

Wie kommt's? Die kontroversen Antworten füllen Bücher. Wir haben keine einfachen Antworten. Aber wir stellen uns der Diskussion, z.B. auf dieser Konferenz. Und um die Debatte zu entfachen, hier einige Thesen:

Wie gesagt: am Anfang stehen die Fragen und Thesen. Die Konferenz soll uns helfen, die verschiedenen Antworten aus der Sicht von Antifaschistinnen und Antifaschisten kennen zu lernen. Wir wollen unsere Erfahrungen aus der antifaschistischen Praxis austauschen, nötigenfalls auch streiten um Begriffe und Lösungsansätze.

Zunächst aber gilt es, Bestandsaufnahmen zu einzelnen Themenfeldern vorzunehmen. Die Organisationsstruktur und die Aktionsbreite der Parteien und Organisationen des extrem rechten Spektrums sind in den letzten Jahren enorm gewachsen. Nicht immer wird das in der Öffentlichkeit wahrgenommen bzw. ernst genommen. Die verschiedenen Arbeitskreise klären über die Szene der äußersten Rechten in NRW auf. Die Wahrnehmung des organisierten Neofaschismus als ein "Ost-Problem" ist eindeutig falsch.

Das Themenspektrum der Konferenz behandelt auch solche Felder, die dem Neofaschismus verwandt bzw. vorgelagert sind. So werden wir uns mit dem Thema "Neonazi-Kameradschaften" beschäftigen, schon weil sie die Masse der Veranstaltungsteilnehmer bei NPD-Kundgebungen stellen.

Weil wir in Leverkusen tagen, werden wir uns mit der "Preußischen Treuhand" auseinandersetzen und uns von den Beobachtern und Gegnern des Bayer- Konzerns informieren lassen. Nicht vergessen werden soll, dass Nazis immer schon für Krieg und Militarisierung eintraten. Wer einmal darüber nachdenkt, welche und wie viele Organisationen zum Höhepunkt ihrer Veranstaltung am Volkstrauertag das "Lied vom toten Kameraden" singen, ahnt etwas von der Tiefe und Verwurzelung des Militarismus in Deutschland. (Der Überlebende Soldat hat keine helfende Hand für den Sterbenden frei, weil er erst noch ein paar Feinde abschießen muss).

Wir hoffen, dass diese Ankündigung zur Diskussion anregt. Wir laden alle Antifaschistinnen und Antifaschisten ein, zu Debatte, Meinungsstreit und antifaschistischer Aktion nach Leverkusen zu kommen.




Hinweis zum Herunterladen:
  1. rechter Mausklick auf den Link,
  2. "Ziel speichern unter...",
  3. auf der Festplatte speichern.

Flyer herunterladen:

Zweiseitige PDF-Datei:
Landeskonferenz_2007_sw.pdf
(236 KB)

Eine Kampagne der VVN-BdA
© Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten