

Bericht:
NPD-Verbot - Ja oder Nein?
Diskussionsveranstaltung mit Rolf Gössner und Ulli Sander
Am 3.4.2007 fand in der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) in Münster, Breul 43 eine Podiumsdiskussion zum Thema "NPD-Verbot - Ja oder Nein?" statt.
Diese Auftaktveranstaltung in Münster ist Teil einer bundesweiten Kampagne der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/ Bund der AntifaschistInnen mit dem Motto: "No NPD - NPD-Verbot jetzt!". Im Zusammenhang mit der Kampagne werden Unterschriften für ein erneutes NPD-Verbot gesammelt und Info-Veranstaltungen durchgeführt.
Veranstalter waren: die ASTen der FH und der Uni, die VVN-BdA Münster und die SDAJ.
Dr. Rolf Gössner (Rechtsanwalt und Publizist) und Ulli Sander (Autor und Landesvorsitzender der VVN-BdA NRW) erörterten mögliche Folgen und rechtliche Hintergründe eines erneuten Verbotsantrags.
In der lebendigen Diskussion der ca. 30 Gäste der Veranstaltung wurden u.a. folgende Punkte herausgearbeitet:
- Das Parteienprivileg der NPD ermöglicht ihnen Zugang zu öffentlichen Räumen und Geldern. Die Proteste dagegen führen zur Konfrontation der Polizei mit den Demonstranten.
- Ein Verbotsantrag wird vom Bundesverfassungsgericht nur Erfolg haben können, wenn der Verfassungsschutz seine aktiven und passiven Mitglieder aus der NPD abberuft.
- Eine Unterschriftensammlung für das NPD-Verbot muss begleitet werden von einer breiten Diskussion über den zunehmenden Rechtsradikalismus in unserem Land, der Vergangenheitserfahrung mit Rechtsradikalismus und Faschismus und der Rolle der V-Leute des Verfassungsschutzes in der NPD.
Weitere Informationen sind zu finden unter www.npd-verbot-jetzt.de und für Münster unter www.muenster.org/vvn-bda
VVN/BdA Münster